Fördermittel

Fördermittel

In der Folge der Coronakrise sind zahlreiche staatliche Unterstützungsmaßnahmen die bestimmenden Themen gewesen. Sicherstellung der Liquidität und Zuschüsse bei Corona-bedingten Umsatzeinbußen standen hierbei im Mittelpunkt. Über diese Maßnahmen hinaus gibt es aber bereits zahlreiche Förderinstrumente, die Sie für den aktiven Re-Start nutzen können.

Insbesondere stehen hier verschiedene Beratungsgutscheine zur Verfügung, mit deren Hilfe Sie sich externe Expertise z.B. zur Digitalisierung von Prozessen oder zur Auswahl geeigneter Tools in Ihr Unternehmen holen können. Die Beratungsgutscheine unterscheiden sich dabei nach der Förderfähigkeit von Zielgruppe und Vorhaben sowie nach Förderquote und Fördervolumen. Hier erhalten Sie einen Überblick über verfügbare und Förderinstrumente und Tipps zum Umgang damit.

FAQ

Warum überhaupt Fördermittel?

Mit Fördermitteln können Sie in Ihrem Unternehmen Aktivitäten zur Steigerung der Innovationsfähigkeit, des Digitalisierungsgrads oder der Effizienz teil-finanzieren. Vorhaben also, die auf die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens einzahlen, werden günstiger.

Welche Förderinstrumente gibt es und wie finde ich die passenden?

Grundsätzlich kann man zwischen vier Arten von Förderinstrumenten unterscheiden:

  • Zuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsprojekte
  • Investitionszuschüsse zur Steigerung von Effizienz oder zum Aufbau neuer Kapazitäten
  • Investitionskredite
  • Beratungsgutscheine

Welches Instrument zu welchem Vorhaben passt, hängt oftmals von mehreren Faktoren, wie dem konkreten Maßnahmenziel, Ihrer Branche und Unternehmensgröße ab. Gerne beraten wir Sie individuell zur Förderfähigkeit Ihres Vorhabens und erarbeiten mit Ihnen einen optimalen Pfad.

Wie kann ich mit Fördermitteln schnell und einfach Digitalisierungsprojekte umsetzen?

Einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu Fördermitteln, insbesondere im Bereich Digitalisierung, bieten häufig Beratungsgutscheine. Die Antragsstellung ist mit geringem Aufwand verbunden und die Einstiegshürden sind ebenfalls relativ klein. Eine Übersicht über die gängigsten Beratungsgutscheine und ihre Einsatzfelder entnehmen Sie bitte unserer Darstellung unten.

Was bietet konkret die Bochum Wirtschaftsentwicklung zum Thema Fördermittel an?

Unser Motto lautet: „Ihr Anliegen wird zu unserem“. Im Zusammenhang der Fördermittelberatung bedeutet das:

  • Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung und Ausformulierung Ihres Vorhabens.
  • Zu Ihrem Vorhaben empfehlen wir Ihnen das passende Förderinstrument.
  • Bei größeren oder mehreren Vorhaben entwickeln wir mit Ihnen eine mögliche Fördermittelkette (Kombination aus mehreren Förderinstrumenten).
  • Wir unterstützen Sie bei der Antragsstellung.
  • Bei Bedarf helfen wir bei der Suche nach dem richtigen Projektpartner.

Übersicht ausgewählter Förderinstrumente

Digital Jetzt - Investitionsförderung für KMU

  • Förderzweck: Zuschüsse bei Investitionen in digitale Technologien sowie Qualifizierung von Mitarbeiter*innen zu Digitalthemen
  • Zielgruppe: Unternehmen von 3 bis 499 Beschäftigten (inkl. Handwerk und freie Berufe)
  • Förderhöhe und -volumen: max. 50.000 € für Einzelunternehmen, max. 70%-Förderung; Gesamtvolumen des Programms: 203 Mio. € bis 2023)
  • erster Schritt: Erarbeitung eines Digitalisierungsplans, danach Online-Antragstellung
  • Besonderheit: nicht rückzahlbarer Zuschuss, auch für Investitionen in Hard- und Software
  • Link:https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digital-jetzt.html

MID-Digitalisierung

  • Förderzweck: Vorhaben zur Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen und Fertigungsverfahren
  • Zielgruppe: Mittelstand (bis 250MA) mit Sitz in NRW, branchenoffen
  • Förderhöhe & -volumen:  80%ige (bei Unternehmen bis 50 MA) bzw. 60%ige Förderung (bei Unternehmen mit 51-250 MA), Fördervolumen 5.000 bis 15.000 €
  • erste Schritte: Auswahl eines geeigneten Umsetzungspartners und Ausformulierung des Förderantrags
  • Besonderheit: Die erhöhten Förderquoten gelten noch bis 30.06.2021, danach nur noch 50% (bei Unternehmen bis 50 MA) bzw. 30% (bei Unternehmen mit 51 bis 250 MA)
    Link:
    https://www.mittelstand-innovativ-digital.nrw/mid-gutscheine/digitalisierungsgutschein

InnoScheck.RUHR

Förderung unternehmerischen Know-Hows für Unternehmen in Schwierigkeiten (BAFA)

  • Förderzweck: „Turn Around-Beratung“, Beratung zu Unternehmensführung, Geschäftsmodellentwicklung , Unternehmenssicherungsberatung
  • Zielgruppe: Einzelunternehmer und mittelständische Unternehmen
  • Förderhöhe & -volumen: Bei Unternehmen in Schwierigkeiten 90%, sonst Förderhöhe 50%, Gesamtvolumen bis 4000 € je Beratungsschwerpunkt
  • erster Schritt: Beraterauswahl und Kontaktaufnahme zur BOWE für Informationsgespräch
  • Onlineantragsverfahren
  • Besonderheit: Förderquote abhängig von Situation (Krise: ja/nein) und teilweise Unternehmensalter
  • Link:https://www.bafa.de/

go digital

Potentialberatung

  • Förderzweck: Beratung zu Veränderungsprozessen im Unternehmen; mögliche Schwerpunkte: Digitalisierung, Arbeitsorganisation, Gesundheit, Kompetenzentwicklung und demografischer Wandel
  • Zielgruppe: alle Unternehmen mit Sitz in NRW (branchenoffen), ab 10 Mitarbeitern (VZ-Äquivalente)
  • Förderhöhe & -volumen: bis zu 10 Beratertage, gefördert mit max. 500 € bzw. max. 50%
  • erster Schritt: Wahl das passenden Beraters & Einholung eines Angebots
  • Besonderheit: Direkt nach erfolgter Antragsstellung ist ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn möglich (mit dem Risiko bei Ablehnung des Antrags, die Berater-Kosten selbst zu zahlen)
  • Link: https://www.mags.nrw/potentialberatung

Überbrückungshilfe III – Förderung von Digitalisierungsmaßnahmen

  • Förderzweck: Förderung von Fixkosten bei coronabedingten Umsatzeinbußen sowie Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise, so. z.B. bauliche Maßnahmen, Investitionen in Digitalisierung oder Digitale Marketingmaßnahmen
  • Zielgruppe: Unternehmen mit Sitz in Deutschland mit max. Jahresumsatz 2020 von 750 Millionen €, die im Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 Umsatzeinbußen von mindestens 30% im Monat (im Vergleich zum Referenzmonat 2019) hatten
  • Förderhöhe & -volumen: einmalig bis zu 20.000 €
  • erster Schritt: Beauftragung eines Steuerberaters mit der Beantragung der Überbrückungshilfe III
  • Besonderheit: Antragsstellung nur durch „prüfenden Dritten“ (Steuerberater) möglich, Antragsstellung auch nachträglich für bereits erfolgte Leistungen möglich, Antragsfrist: 31.08.2021 möglich
  • Link:https://t1p.de/ueberbrueckungshilfe-III-digitalisierung