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50 Jahre im Dienste Bochums: Wirtschaftsentwicklung verabschiedet Heinz-Martin Dirks in den Ruhestand

Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bochum GmbH startete Karriere bei der Stadt im August 1970

Fast 50 Jahre im Dienste Bochums: Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und die Bochum Wirtschaftsentwicklung haben Heinz-Martin Dirks, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bochum GmbH, in den Ruhestand verabschiedet.

„Du kannst mit Fug und Recht behaupten, die Wirtschaftsförderung in Bochum entscheidend mitgeprägt und die Weichen für die Zukunft gestellt zu haben. Dafür möchte ich dir ganz herzlich danken“, sagte der Oberbürgermeister bei der offiziellen Verabschiedung von Dirks im Exzenterhaus Bochum. Und Ralf Meyer, Geschäftsführer der Bochum Wirtschaftsentwicklung, pflichtete ihm bei: „Heinz-Martin Dirks hat die Entscheidung unserer Stadt, alle wirtschaftsfördernden Gesellschaften unter dem Dach der Bochum Wirtschaftsentwicklung zu vereinen, während der vergangenen fünf Jahre aktiv begleitet und mitgetragen. Dafür möchte ich ihm in besonderer Weise danken.“

Heinz-Martin Dirks startete seine Karriere bei der Stadt Bochum am 1. August 1970 als Verwaltungspraktikant. Nach seiner Ausbildung wechselte Dirks in das Sozialamt der Bezirksverwaltungsstelle Langendreer, um dort seine erste „richtige“ Stelle anzutreten. 1980 folgte dann die erste Führungsfunktion: als Leiter der Verwaltungsstelle Werne, die er bis 1987 innehatte. Dort half er unter anderem, das Projekt „Bürgerwoche Bochum-Ost“ aus der Taufe zu heben, ein Format, das noch heute existiert.

Seine ersten Berührungspunkte mit Wirtschaftsförderung sollten nicht lange auf sich warten lassen. Von 1987 wechselte Heinz-Martin Dirks in das Amt für Verkehrs- und Wirtschaftsförderung und war dort als stellvertretender Leiter für Stadtwerbung zuständig. Nach dem Stadtmarketing folgte die Parteiarbeit: Von 1990 bis 1994 führte Dirks die Geschäfte der SPD-Fraktion im Rat, um dann anschließend bis 1999 als persönlicher Referent von OB Ernst-Otto Stüber Bochums Geschicke mitzugestalten.  

Ab 1999 zog dann mit ihm als Amtsleiter die Moderne in der Wirtschaftsförderung ein. Jede Mitarbeiterin, jeder Mitarbeiter kam in den Genuss eines Internet-Anschlusses an seinem PC – vor 20 Jahren die technische Revolution in der Stadtverwaltung. Schon früh erkannte Dirks die Chancen des neuen Mediums, das heute aus der Arbeit der Bochum Wirtschaftsentwicklung, aber auch der gesamten Stadtverwaltung, nicht mehr wegzudenken ist.

Und noch ein Projekt wirkt bis heute nach, das Dirks während dieser Zeit ins Leben gerufen hat: Mit „Bochum schaltet den Turbo ein“ startete eine Initiative, die bis heute erfolgreich ist. Das sogenannte turbo-Netzwerk für mittelständische Unternehmen, aus denen zwei Veranstaltungsformate hervorgegangen sind: das turbo-Breakfast und das turbo-Forum, bei denen sich Unternehmen aus der Stadt einem breiten Publikum präsentieren und sich mit anderen Firmen sowie weiteren Akteuren der Stadtgesellschaft vernetzen können.

Unter Dirks Führung rückten zudem zahlreiche Themen in den Mittelpunkt der Arbeit der Wirtschaftsförderung, die dort bislang nicht verortet waren. Das Thema Gesundheitswirtschaft spielte mehr und mehr eine Rolle – und der Wissens- und Technologietransfer, beides Themen, die sogar Eingang in die sogenannte Bochum Strategie gefunden haben. Die Gewerbestandort-Entwicklung wurde professionalisiert und das Thema Start-up-Förderung rückte mehr und mehr in den Fokus der Arbeit der Wirtschaftsförderung.

Und was kommt jetzt? Heinz-Martin Dirks wird der Stadt Bochum treu bleiben und sich auch weiter beim Thema Stadtentwicklung einbringen. Und er wird natürlich auch seiner Liebe, dem VfL Bochum, treu beistehen: Denn dieser Verein hat ihn trotz einer Abfuhr in Jugendjahren nie losgelassen. „Einfach ausgesiebt. Ich war gerade einmal 12 Jahre alt“, wie es Dirks selber formuliert hat. Er hat es dem VfL verziehen: Kaum ein Fan, der begeisterter mitfiebert und Wohl und Wehe dieser Mannschaft in den vergangenen Jahren wohlwollend, aber auch kritisch, begleitet hat. Daran wird sich bestimmt auch in Zukunft nichts ändern.

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