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Bochum prämiert die besten Start-ups

Einmal im Jahr heißt es Bühne frei für die besten Start-ups Bochums: Der branchenoffene Gründungswettbewerb Senkrechtstarter der Bochum Wirtschaftsentwicklung prämiert am heutigen Abend seine Gewinnerteams.

Die besten zehn Teams aus insgesamt 98 Gründungsprojekten stellten sich in den letzten Wochen dem Votum einer Jury aus Bochumer Unternehmen, Banken und Institutionen. Ein wichtiges Ergebnis: „Der Trend zu innovativen Gründungen aus dem universitären Umfeld ist unter den Top-Teams des Senkrechtstarter ungebrochen“, sagt Ralf Meyer, Geschäftsführer der Bochum Wirtschaftsentwicklung. Alle vier Teams, die die ersten Plätze belegen, stammen aus der Hochschulwelt. Bereits in den letzten Jahren ist der Anteil an wissensintensiven Gründungen im Wettbewerb kontinuierlich gestiegen. Ein Ziel, das der Senkrechtstarter im Rahmen der Bochum-Strategie intensiv verfolgt. „Wir nehmen das strategische Ziel, eine hohe Anzahl an Unternehmensgründungen in wissensintensiven Branchen zu generieren, sehr ernst. Daher konzentrieren wir uns bei der Konzeption des Wettbewerbs und bei Werbemaßnahmen auf das Gründungspotential der Hochschulen“, sagt Werner Fuhrmann, Bereichsleiter Gründung und Wachstum der Bochum Wirtschaftsentwicklung.

Die Entscheidung der Jury:

1. Platz: DIGIFACTURA
Alexander und Maximilian Philippi

Digifactura bietet die 3D-Digitalisierung von Kunst- und Kulturgut für Museen als zukunftssicheres Backup an. Darüber hinaus bindet DIGIFACTURA die erstellten digitalen Zwillinge auf Wunsch in z. B. Virtual Reality- und Augmented Reality-Anwendungen oder die Museumswebsite ein.

2. Platz: emproof GmbH
Marc Fyrbiak, Philipp Koppe, Benjamin Kollenda und Julian Stratmann

Emproof hilft Unternehmen, Produkte gegen Industriespionage zu schützen. Unternehmen investieren viel Zeit und Geld in die Entwicklung von Software, wie sie z. B. in Steuergeräten von Autos steckt. Diese Software kann von Angreifern ausgelesen und gestohlen werden. Das Schutzverfahren macht es Angreifern nahezu unmöglich, die gestohlene Software zu rekonstruieren.

2. Platz: ThinkIng – Additive Technology
Fabian Sattelberger, Henrik Dobbelstein, Julian Krell, Kai Westerdiek und Michael Prüfer

ThinkIng verbindet künstliche Intelligenz mit 3D-Druck aus Metall. Durch das Zusammenspiel von Laser und einem Spezialpulver werden Bauteile werkzeuglos im 3D-Druck gefertigt. So ist jede Form ohne Einschränkung möglich. Eine künstliche Intelligenz kontrolliert den Fertigungsprozess in Echtzeit und ermöglicht so die Herstellung von Bauteilen mit hoher Komplexität im großen Maßstab.

3. Platz BitVox connected acoustic GmbH
Joel Sprenger, Tobias Lehmann, Dennis Kaupmann und Timo Kölling

BitVox entwickelt ein Assistenzsystem für lärmintensive Industriebereiche, das Nutzern prozessorientierte Informationen auditiv zur Verfügung stellt und durch Spracheingaben Arbeitsprozesse unterstützt. Zusätzlich bietet es einen optimalen aktiven Schutz vor Lärm und die Möglichkeit der (Tele-)Kommunikation in lauter Umgebung.

Den 4. Platz haben gleichermaßen belegt:

  • clippic.app 
    Jonas Palme, Dominik Kaminski und Patrick Leugers
  • kunstundkegel 
    Stephanie Clauberg
  • Dr. Richter Vergütungs- & Anreizsysteme 
    Dr. Bianca Richter
  • Nachhaltigkeitswerkstatt 
    Florian Engel und Vincent Beermann
  • Craftingspace 
    Miriam Jurkait und Jacqueline Mückl
  • TummelTreff 
    Mona Hellmuth

Den Sonderpreis Nachhaltigkeit, gestiftet durch die GLS Gemeinschaftsbank eG, hat gewonnen:

  • Nachhaltigkeitswerkstatt, Florian Engels und Vincent Beermann

Den Sonderpreis Urbane Produktion, gestiftet durch das Netzwerk Urbane Produktion, erhält:

  • amat habito, Peter Amat Kreft

Die drei ersten Plätze sind mit jeweils 15.000 EUR, 10.000 EUR und 5.000 EUR dotiert. Die Sparkasse Bochum sponsert den 1. Platz. Die sieben weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten je 3.000 Euro. Die Sonderpreise sind mit jeweils 1.500 EUR ausgestattet. Insgesamt vergibt der Senkrechtstarter in diesem Jahr Preisgelder über 59.000 Euro. Ihr volles Preisgeld erhalten die Gewinner jedoch erst nach Unternehmensgründung in Bochum oder bei den Kooperationspartnern Herne, Witten und dem Ennepe-Ruhr-Kreis, ansonsten reduziert sich die Summe um die Hälfte.

Am zwölften Senkrechtstarter-Wettbewerb 2018/19 nahmen insgesamt 238 Personen teil und reichten 50 Businesspläne ein. In nur sechs Monaten führt der Senkrechtstarter seine Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Idee zum ausgereiften Businessplan. Acht Themenabende, zahlreiche Intensivseminare und individuelle Beratungen bringen die Gründungsideen schnell in Fahrt. Ein ehrenamtliches Netzwerk von rund 300 erfahrenen Praktikerinnen und Praktikern unterstützt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Rat und Tat zu allen Fragen der Businessplanerstellung und Unternehmensgründung. Und das mit Erfolg: Mehr als 550 Unternehmen und 1600 Arbeitsplätze sind bislang mit dem Senkrechtstarter neu entstanden, davon rund 200 Firmen mit 600 Arbeitsplätzen in Bochum.

Der nächste Senkrechtstarter beginnt am 7. November 2019. Die Teilnahme ist kostenlos. Jede Geschäftsidee aus Nordrhein-Westfalen ist willkommen. Weitere Informationen unter www.senkrechtstarter.de

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