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Bildnachweis: Stadt Bochum

Geschäftsführer der Bochum Wirtschaftsentwicklung Ralf Meyer im Sommergespräch: Trotz Corona-Krise ist Bochum weiterhin im wirtschaftlichen Umbruch

„Wir sind auch in schweren Zeiten dabei und halten unser Versprechen, die Innenstadt zu verändern“, sagt Ralf Meyer. Im Sommergespräch der Stadtspitze zog der Geschäftsführer der Bochum Wirtschaftsentwicklung eine positive Zwischenbilanz zum Umgang mit der Corona Krise, den sich damit ergebenden Bedürfnissen der Unternehmen und Selbstständigen in Bochum sowie zum Leerstandsmanagement für die Innenstadt.

„Gerade die Bochumer Innenstadt litt während der Corona-Krise am meisten“, erzählt Ralf Meyer und blickt zurück auf die Anfangszeit nach dem Lock-Down, als die ersten Geschäfte in der Innenstadt wieder öffnen durften. „Es war eine große Aufgabe, mit dieser schwierigen Situation umzugehen. Wir haben unseren Teil dazu beigetragen, den Geschäften wieder eine Chance zu geben.“ Mit dem im Mai verabschiedeten 10-Punkte-Plan unterstützt die Stadt gemeinsam mit anderen Partnern Handel, Gastronomie und Wirtschaft in Bochum.

Damit habe man außerdem auch allen Bochumerinnen und Bochumern einen Anreiz gegeben, weiterhin die Innenstadt zu besuchen. Die zum 10-Punkte-Plan gehörende Aktion „Dein Parkschein geht aufs WiR“ kam bei den Bürgerinnen und Bürgern gut an, berichtet Ralf Meyer. Hierbei können Bürgerinnen und Bürger bei einem Einkauf von über zehn Euro in der Bochumer Innenstadt noch bis Ende August eine Stunde kostenlos in den Parkhäusern der Bochum Wirtschaftsentwicklung parken. Auch die Radfahrenden habe man bei dieser Aktion nicht vergessen, betont er. Sie können gegen Vorlage eines Kassenbons in Höhe von mindestens zehn Euro eine kostenlose Fahrradwäsche auf dem Husemannplatz erhalten. Auch diese Aktion gilt noch bis zum 31. August.

Trotz der Corona-Krise sei es zu keinen nennenswerten weiteren Schließungen von Ladenlokalen oder Geschäften gekommen. Momentan sind 897 Geschäfte und Lokale belegt, lediglich 89 stehen leer. Um den Leerstand jedoch weiterhin zu beheben, bewirbt sich die Stadt Bochum für ein Förderprogramm der Landesregierung, das den Kommunen finanzielle Unterstützung bietet, um dem Leerstand in den Städten entgegenzutreten. „Wir werden Mittel aus dem Hilfspaket beantragen“, erklärte Ralf Meyer. Ein Team aus Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, von Bochum Marketing und der Bochum Wirtschaftsentwicklung steht bereits in Kontakt mit Einzelhändlern und den Vermietern, um die Hilfen schnell und unbürokratisch auf den Weg zu bringen.

Corona hat aber auch das Arbeiten verändert. „Es zeigt, dass Entwicklungen, die vorher schon absehbar waren, sich jetzt beschleunigen“, so Ralf Meyer und meint damit digitale Angebote. Gerade kleinere Einzelhändler seien hierbei nicht immer gut aufgestellt und bräuchten noch Unterstützung. „Wir arbeiten daran, den Einzelhandel auch dabei zu unterstützen“, so Meyer weiter. Hierzu wurde im 10-Punkte-Plan das digitale Schaufenster „Wir sind Bochum“ für lokale Händler, Gastronomen und Dienstleister entwickelt, die ihre Angebote online präsentieren können.

Passend zum Veranstaltungsort auf dem Husemannplatz zieht Ralf Meyer zum Abschluss des Sommergesprächs eine letzte positive Bilanz: Bochum ist eine der wenigen Städte, in der während der Corona-Krise weder Filialen von größeren Ketten schließen mussten noch Bauprojekte aufgrund von Corona zum Erliegen kamen. So konnte beispielsweise auch die Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Husemannplatzes stattfinden. Ralf Meyer ist sich daher sicher: „Die Bochumerinnen und Bochumer merken den Umbruch in ihrer Stadt. Es tut sich etwas und damit fühlen sie sich gut aufgehoben.“

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