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Sofortprogramm Innenstadt zeigt Wirkung: Leerstände in der Bochumer City sind weiter rückläufig

Das Förderprogramm des Landes NRW wirkt sich positiv auf den stationären Handel aus. Zwölf neue Mietverträge konnten abgeschlossen werden.

Das Sofortprogramm Innenstadt wirkt in Bochum: Von 890 Ladenlokalen stehen aktuell nur 58 leer. Die Entwicklung ist trotz Pandemie positiv. Im Vergleich: 2020 gab es in 82 Geschäften in der Bochumer City nichts zu kaufen. 2021 waren es 70. Den Leerstand zu bekämpfen, ist Ziel des Sofortprogramms Innenstadt der NRW-Landesregierung.

Die Bochum Wirtschaftsentwicklung hat mittlerweile zwölf neue Vermietungen im Rahmen des Förderprogramms auf den Weg gebracht. Besonders deutlich zeigte sich der Aufwärtstrend im ersten Quartal 2022: Im Bereich Huestraße konnte die BoWE siebenmal Eigentümer und Mietinteressenten erfolgreich zusammenbringen.

Oberbürgermeister Eiskirch:"Bochumer Innenstadt erfindet sich auf vielen Gebieten gerade neu"

"Die Bochumer Innenstadt erfindet sich auf vielen Gebieten gerade neu. Durch zahlreiche Projekte, Neu- und Umbauten, frischen Ideen und dem Mut, Neues zu wagen, entsteht im Herzen der Stadt ein moderner, lebendiger Mittelpunkt mit Aufenthaltsqualität", unterstreicht Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, der sich bei einem Rundgang in der City in der vergangenen Woche selbst ein Bild machte. Eiskirch weiter.

"Und zu einer pulsierenden Großstadt wie Bochum gehört eine attraktive Innenstadt mit einer gelungenen Mischung aus Handel, Gastronomie und Kultur dazu." Das sieht auch Ralf Meyer, Geschäftsführer der Bochum Wirtschaftsentwicklung, so und ergänzt: "Die Auswirkungen der Corona-Krise mit Blick auf die Leerstände sind in der Bochumer Innenstadt aktuell gering."

Große Chance für junge Unternehmen

Gerade junge Unternehmen haben mit der Finanzspritze aus dem Programm die Chance, ihre Idee vom eigenen Ladenlokal in bester Lage auszuprobieren. Gefördert wird die Anmietung leerstehender Ladenlokale noch bis zum 31. Dezember 2023. In dieser Zeit haben die Unternehmerinnen und Unternehmer Zeit, ihr Geschäft am Markt zu etablieren. Infos dazu gibt es auf den Internetseiten der Bochum Wirtschaftsentwicklung.

Zu den ersten Nutzern des Programms gehörte Ruhrindustries. Das Geschäft mit stylischer Fair Trade-Mode und dem Wasserturm als Label bietet auf der Huestraße neben der authentischen Kleidung auch die Möglichkeit im Store in chilliger Atmosphäre zu verweilen. Mit der Nachfrage zeigt sich Firmeninhaber Jamshid Ahadzai zufrieden: "Viele Kunden loben uns."

Neu dazugekommen ist Ginku Concept Bioku. Der Unverpackt-Laden mit Bio-Produkten in direkter Nähe zum Hauptbahnhof ist von der Herner Straße auf die Huestraße umgezogen. "Durch die zentrale Lage kommen deutlich mehr Kunden", erklärt Geschäftsinhaber Stefan Holewa. Mit unverpackten Lebensmitteln und teilweise selbst gemachter Naturkosmetik setzt er auf Nachhaltigkeit und das Umweltbewusstsein seiner Kundinnen und Kunden.

Bauvorhaben in Bochums Innenstadt schreiten weiter voran

Neben dem geschäftlichen Treiben schreiten auch die Planungen für Bauvorhaben in Bochums Innenstadt voran. So rückt die Eröffnung des Viktoria-Karrees am Husemannplatz Ende 2022 näher. Auch die Vision vom Haus des Wissens macht neugierig. Wissen, Begegnung, Partizipation: Neben der Stadtbibliothek und der VHS wird auch eine Markthalle in vier Jahren ein neues Zuhause an der Viktoriastraße finden. Insgesamt investieren die Stadt Bochum und ihre Partnerinnen und Partner in den kommenden fünf Jahren über 500 Millionen Euro in die Entwicklung der Bochumer Innenstadt.

Das Sofortprogramm Innenstadt läuft noch bis Ende 2023. Für Bochum bedeutete das 1,8 Millionen für die Stärkung der Innenstadt, 200.000 Euro konnte sich Bochum für die Wattenscheider City sichern. Die Stadt erhielt damit eine der größten Einzelsummen aus dem rund 40 Millionen Euro schweren Sofortprogramm.

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