Breitband in Bochum

Geförderter Breitbandausbau in Bochum

Der Stadt Bochum wurden über das Bundesförderprogramm zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt vorläufige Fördermittel in Höhe von ca. 5,6 Millionen Euro von Bund und Land gewährt. Zurzeit läuft die Ausschreibung zur „Errichtung und Betrieb eines flächendeckenden Breitbandnetzes in den unterversorgten Gebieten der Stadt Bochum“.

Die Fördermittel werden in den sogenannten "weißen Flecken" dazu verwendet, um den Ausbau durch ein Telekommunikationsunternehmen durch die Deckung der sogenannten Wirtschaftlichkeitslücke zu fördern. 

Nach der finalen Vergabe des Auftrags wird das Telekommunikationsunternehmen mit der Detailplanung und der Umsetzungsplanung beginnen. Im Anschluss erfolgt die Genehmigungsphase, in der die notwendigen Baumaßnahmen bei der Stadt Bochum beantragt und genehmigt sowie die verkehrsrechtlichen Anordnungen beantragt und erteilt werden müssen. Der Ausbau hat im Herbst 2018 begonnen.

GigabitCity Bochum

Das Projekt Gigabit-City Bochum besteht aus mehreren Bausteinen, die durch die Partner Stadt Bochum, Stadtwerke Bochum und Unitymedia verantwortet werden. Unitymedia hat das vorhandene Kabelnetz durch die Einführung eines neuen Übertragungsstandards in der Datenübertragung (DOCSIS 3.1) ertüchtigt und mit gigabitfähigen Netzelementen ausgestattet. Mit diesem Übertragungsstandard können sämtliche Bestandskunden sowie alle Bürger und Unternehmen in Versorgungsgebieten der Unitymedia einen Internetdienst mit hoher Bandbreite beziehen. Es sind Geschwindigkeiten bis zu 1.000 Mbit/s, also 1 Gigabit pro Sekunde, möglich. Durch die hohe Marktdurchdringung und umfassende Erschließung des Stadtgebiets durch Kabelnetze profitieren fast 90 % der Bochumer Haushalte von diesem Qualitätssprung.

Weitere Infos

FAQ

Was sind weiße Flecken?

Der Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur (Telefon/Internet) liegt grundsätzlich in den Händen der jeweiligen Telekommunikationsunternehmen. Diese Unternehmen bauen ihr eigenes Netz marktgetrieben aus und sind selbst für die Investitionen zuständig.

Sofern jedoch ein Marktversagen festgestellt wird, kann ein geeignetes Instrument zur Beseitigung dieses Marktversagens gewählt werden, welches verhältnismäßig ist und die richtige Anreizwirkung erzielt. Diese sogenannten Beihilfen sind durch die EU-Kommission genehmigungspflichtig. Die NGA-Richtlinie des Bundes erfüllt die Anforderungen der EU-Kommission und wurde von dieser genehmigt. Auf der Basis der NGA-Rahmenregelung wurde das Bundesförderprogramm zur Unterstützung des  Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland aufgesetzt.

Als „weiße Flecken“ werden Gebiete bezeichnet, die gemäß der NGA-Rahmenregelung („Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland zur Unterstützung des Aufbaus einer flächendeckenden Next Generation Access (NGA)) und der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ eine Breitbandversorgung von weniger als 30 Mbit/s im Download haben. Maßgeblich ist die technisch mögliche Bandbreite.

Wie wurden die weißen Flecken ermittelt?

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ab Herbst 2016 wurde ein Markterkundungsverfahren durchgeführt. Hierbei wurden die Telekommunikationsunternehmen aufgefordert ihren aktuellen Breitbandausbau bzw. die geplanten Maßnahmen der nächsten 3 Jahre für das Gebiet der Stadt Bochum mitzuteilen. Aus diesen Rückmeldungen wurden dann die unterversorgten Bereiche, die "weißen Flecken", ermittelt. Auf dieser Basis wurden die Förderanträge im 4. Aufruf im Februar 2017 gestellt.

Wann erfolgt der Ausbau?

Nach Abschluss der Ausschreibung und Vergabe an das Telekommunikationsunternehmen Mitte 2018 erfolgt der Ausbau voraussichtlich ab Herbst 2018.

Welche Bandbreiten sind geplant?

In der Ausschreibung wird eine symmetrische Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s für Privathaushalte und eine Bandbreite von mindestens 1.000 Mbit/s symmetrisch für Gewerbebetriebe gefordert.

Wer führt den Breitbandausbau durch?

Nach Abschluss der Ausschreibung Mitte 2018 steht fest welches Telekommunikationsunternehmen ausbaut.

Entsteht durch den Ausbau ein Monopol?

Das ausbauende Telekommunikationsunternehmen muss aufgrund der Förderung einen offenen Zugang (Open Access) allen anderen Marktteilnehmern gewähren. Die Unternehmen schließen für den Zugang entsprechende Verträge untereinander. Somit wären grundsätzlich jede Tarife, die technisch möglich sind, von jedem Anbieter buchbar.

Was muss ich machen um einen schnelleren Anschluss zu bekommen?

Jeder der nach dem Ausbau von einem schnelleren Internetzugang profitieren möchte, muss einen neuen Vertrag mit einem Telekommunikationsunternehmen schließen. Eine automatische Anpassung der Bandbreite gibt es nicht.

Was kostet mich der Anschluss im Rahmen des Förderprogramms?

Wenn die Adresse im Fördergebiet enthalten ist, ist die Herstellung des Anschlusses kostenfrei.

Wenn die Adresse im Fördergebiet nicht enthalten ist, das Telekommunikationsunternehmen jedoch einen Ausbau des Gebietes plant, dann legt das Unternehmen die Ausbaukosten fest.

Kann ich bei meinem jetzigen Anbieter bleiben?

Jedes Telekommunikationsunternehmen hat einen Anspruch auf Zugang zum im Rahmen des Förderprogramms neu geschaffenen Netz. Somit können Sie bei Ihrem Anbieter bleiben, sofern ihr Anbieter einen Vertrag mit dem ausbauenden Unternehmen abschließt.

Muss ich mich anschließen lassen?

Nein, es besteht kein Zwang zum Anschluss.

Links

Grundlegende Informationen zum Breitbandausbau in Deutschland und NRW finden Sie auf den folgenden Webseiten:

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
Bundesnetzagentur
Breitbandbüro des Bundes
Gigabit.NRW
Geschäftsstelle Gigabit.NRW des Regierungsbezirks Arnsberg

Weiterführende Informationen zu den verschiedenen Breitbandtechnologien und Begrifflichkeiten (FTTH, Vectoring, DSL, etc.) sowie zum rechtlichen Rahmen der Förderprogramme stellt Gigabit.NRW, das Kompetenzzentrum zum Breitbandausbau des Landes NRW, bereit.

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