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Yvonne Oleszak
Pressesprecherin

Mehr als 400 junge IT-Sicherheitstalente aus 42 Nationen kamen vom 12. bis 16. Oktober bei der European Cybersecurity Challenge (ECSC) im RuhrCongress zusammen, um sich in verschiedenen Disziplinen der IT-Sicherheit zu messen. Schweden sicherte sich den Gesamtsieg vor Finnland und Österreich. Deutschland belegte in der Gesamtwertung den vierten Platz und gewann den Jeopardy-Wettbewerb, bei dem die Teams verschiedene Aufgaben aus der IT-Sicherheit lösen mussten. Im Attack-Defense-Wettbewerb setzte sich Finnland durch. Für Bochum unterstreicht die Austragung der Europameisterschaft die internationale Bedeutung des Standorts.
Bochum gehört zu den wichtigsten Ausbildungs- und Forschungsstandorten für IT-Sicherheit in Europa. Mit mehr als 40 Professuren im Bereich IT-Sicherheit und rund 1.000 Studierenden verfügt die Stadt über die größte Zahl an IT-Sicherheitsstudierenden europaweit. Auch im deutschen Nationalteam war Bochum stark vertreten: Vier der zehn Teammitglieder studieren an der Ruhr-Universität Bochum.
„Bochum gehört zu den führenden Cybersecurity-Standorten Europas. Eine unserer größten Stärken ist die Ausbildung junger IT-Sicherheitstalente und ihre enge Anbindung an Forschung und Wirtschaft. Die European Cybersecurity Challenge bietet ihnen die Möglichkeit, sich international zu messen und Kontakte zu knüpfen. Mit der Förderung dieser Talente tragen wir dazu bei, Europas digitale Souveränität langfristig zu stärken“, sagt Thomas Wollinger, Geschäftsführer der Bochum Wirtschaftsentwicklung.
Auch die Forschungsinfrastruktur am Standort entwickelt sich weiter. Mit der Ruhr-Universität Bochum, dem Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit, dem Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre sowie zahlreichen Unternehmen verfügt die Stadt über ein Netzwerk, das Wissenschaft und Wirtschaft eng miteinander verbindet. Das Richtfest für den Neubau des Max-Planck-Instituts für Sicherheit und Privatsphäre im Oktober 2026 markiert einen weiteren Schritt beim Ausbau des Forschungsstandorts.
Die European Cybersecurity Challenge wurde vom Nachwuchsförderung IT-Sicherheit e. V. (NFITS) organisiert und von der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) sowie dem Europäischen Kompetenzzentrum für Cybersicherheit (ECCC) unterstützt. Bei der Umsetzung vor Ort arbeiteten die Bochum Wirtschaftsentwicklung und die Bochumer Veranstaltungs-GmbH (BoVG) eng zusammen.
Unser besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen der BoVG und allen voran dem ehrenamtlichen Team von NFITS. Hinter einer Veranstaltung dieser Größenordnung steckt eine enorme organisatorische Leistung. Alle Beteiligten haben mit ihrem Engagement dazu beigetragen, dass sich Bochum als hervorragender Gastgeber für die europäische Cybersecurity-Community präsentieren konnte.
Das nächste Cybersecurity-Highlight in Bochum steht bereits bevor: Am 5. November 2026 wird der 11. Deutsche IT-Sicherheitspreis der Horst Görtz Stiftung verliehen. Die Preisverleihung findet im Rahmen der 4. Innovationskonferenz Cybersicherheit vom Bitkom e.V. statt. Mit Preisgeldern von insgesamt 130.000 Euro zählt der Deutsche IT-Sicherheitspreis zu den höchstdotierten Auszeichnungen der Branche in Deutschland. Prämiert werden innovative Lösungen, die die IT-Sicherheit stärken und zur digitalen Souveränität Deutschlands beitragen. Damit rückt Bochum nach der European Cybersecurity Challenge erneut in den Mittelpunkt der IT-Sicherheitsbranche.
Mehr Informationen unter ecsc.eu
Foto und Quelle: Bochum Wirtschaftsentwicklung | Donna und der Blitz GmbH